Weltraumforschung
Als aktives Mitglied der europäischen Weltraumorganisation ESA hat sich Belgien seit jeher in der Weltraumforschung engagiert. Sowohl die wissenschaftliche Weltraumforschung als auch Erzeugnisse belgischer Unternehmen haben zu wertvollen Beiträgen in der Raumfahrt geführt. Gekrönt wird diese Arbeit durch zwei belgische Astronauten.
Im Bereich der Weltraumforschung hat Belgien eine Reihe bilateraler Abkommen
(en) mit Argentinien, Frankreich und Russland geschlossen und wirkt an den Aktivitäten der ESA
(en) und anderen internationalen Forschungstätigkeiten
(en
) mit.
Rund vierzig belgische Unternehmen sind regelmäβig in der Raumfahrtindustrie
(en) tätig. So wurde beispielsweise der erste kleine ESA-Satellit PROBA
(en) in Belgien entwickelt. Der Satellit wurde 2001 gestartet und ist nach wie vor in Betrieb.
Im März 1992 flog der erste belgische Astronaut, Dirk Frimout, im Rahmen der wissenschaftlichen NASA-Mission ATLAS 1 an Bord der amerikanischen Raumfähre mit. Wenig später wurde er das Aushängeschild des Raumfahrtzentrums. 1993 veröffentlichte er ein Buch über seine Erfahrungen, und im März 1994 leitete er die Gründung der Euro Space Foundation.
Im November 2002 hielt sich der zweite belgische ESA-Astronaut, Frank De Winne, im Rahmen der Mission „Odissea“ elf Tage lang im Weltraum auf. An Bord der internationalen Raumstation (ISS) führte er eine Reihe wissenschaftlicher Experimente durch und wirkte an der Lieferung der neuen Sojus-Kapsel TMA-1 mit, die der Mannschaft fortan als „Rettungsboot“ dient.
Frank De Winnes neue Mission OasISS bringt ihn 2009 für sechs Monate ins All. Die letzten zwei Monate seines Aufenthalts wird er als erster europäischer Astronaut die Funktion des Kommandanten der ISS übernehmen.
Weitere Informationen über die Weltraumforschung finden Sie auf der Website der föderalen Wissenschaftspolitik
(en).
